Passt ihr zusammen? Daran erkennt ihr es

Daran erkennt ihr, ob ihr wirklich zusammen passt

Du kennst sicherlich die beiden Sprüche „Gleich und gleich gesellt sich gern“ und „Gegensätze ziehen sich an“. Sie sagen so ziemlich das Gegenteil voneinander aus, aber sollen angeblich beides Weisheiten sein. Was denn nun? Muss man so viele Gemeinsamkeiten wie möglich haben, um ein harmonisches Paar sein zu können? Oder muss man möglichst unterschiedlich sein?

Unsere Lebensrealität sagt uns: Beides kann, aber muss nicht unbedingt sein, damit zwei Menschen miteinander eine intakte Beziehung führen können. Menschen können einander mal mehr, mal weniger ähnlich und dabei mal mehr, mal weniger glücklich miteinander sein. Letztendlich aber sollten ein paar grundlegende Dinge in der Regel gegeben sein, damit eine Beziehung auf Dauer funktionieren kann. Das sind, unserer Meinung nach, die wesentlichen Aspekte, an welchen du erkennst, ob du und dein:e Partner:in zusammenpassen.

Das gegenseitige Geben und Nehmen

Eine Beziehung macht nur dann beide Partner:innen glücklich, wenn beide gleich viel in die Partnerschaft investieren, aber auch gleichviel Kraft daraus schöpfen können. Eine glückliche Partnerschaft ist immer ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Du musst dir sicher sein, dass du dich auf deine:n Partner:in verlassen kannst, dass er:sie ein offenes Ohr für dich hat und bereit ist, gewisse Opfer für die Partnerschaft zu bringen. Genauso muss aber auch er:sie sich auf dich verlassen können, seine:ihre Probleme mit dir teilen und besprechen können und auch dir muss die Partnerschaft das eine oder andere Opfer wert sein.

Das kann phasenweise mal aus dem Gleichgewicht kommen, zum Beispiel, wenn es einem:einer von euch besonders schlecht geht. Aber früher oder später muss sich das ausgleichen, sofern irgendwie möglich. Es ist klar, dass das ausgeglichene Geben und Nehmen in Extremsituationen nicht möglich ist – etwa dann zum Beispiel, wenn dein:e Partner:in schwer chronisch erkrankt. Extremsituationen erfordern aber immer einen ganz anderen, neuen Umgang mit dem Leben.

Die respektvolle Streitkultur

Jedes Paar streitet. Aber es ist wichtig, richtig, das heißt: respektvoll und konstruktiv miteinander zu streiten. Das bedeutet, kurz gesagt, den:die Partner:in nicht zu beleidigen, zu demütigen oder zu verletzen. Auch Verzeihen und das Eingestehen eigener Fehler gehört dazu. Wenn ihr so streiten könnt, dass ihr euch nach dem Streit wieder ehrlich aufeinander einlassen könnt, passt ihr auch gut zusammen.

Bleibt aber nach jedem Streit eine dunkle Wolke über der Beziehung, kannst du dir vorstellen, wie schwarz der Himmel über euch irgendwann sein wird. Kann dein:e Partner:in nicht richtig streiten, solltest du probieren, es ihm:ihr beizubringen. In unserem Artikel „So streitet ihr richtig“ haben wir ausführliche Tipps für eine sinnvolle Streitkultur. Außerdem gibt es auch tolle Bücher zu diesem Thema, zum Beispiel „Schöner streiten“ von Berit Brockhausen.

Der Sex

Ihr solltet Lust auf Sex miteinander haben, es sei denn natürlich, ihr führt bewusst eine asexuelle Beziehung. Wie ihr euer Sexleben gestaltet, was euch glücklich macht, das ist natürlich vollkommen individuell. Aber wichtig ist einfach, dass Ihr Lust aufeinander haben solltet und dass eure sexuellen Vorlieben und Verhaltensweisen einigermaßen zusammenpassen.

Und was, wenn nicht – obwohl sonst doch alles so schön ist? Es gibt viele Gründe, warum es bei einem glücklichen Paar im Bett nicht klappt. Wir beschäftigen uns in unserem Beitrag „Im Bett klappt’s nicht: Wenn Sex und Gefühle nicht zusammenpassen“. Meistens gibt es mit Geduld, Verständnis und Kompromissen schon einen Weg hin zu einem erfüllenden gemeinsamen Sexleben.

Das beidseitige Wohlbefinden

Zwei Menschen, die zusammen eine Beziehung führen, müssen sich miteinander wohl fühlen. Das heißt explizit nicht, dass es dir und deinem:deiner Partner:in immer gut gehen muss, weil ihr ja einander habt. Ganz unabhängig vom Beziehungsstatus passiert ständig etwas im Leben, was nervt, tragisch ist und für schlechte Gefühle sorgt.

Entscheidend ist aber, dass du dir sicher sein kannst, dass du auch in schlechten Zeiten einfach du selbst sein kannst und dein:e Partner:in akzeptiert das. Du kannst weinen, dich zurückziehen, wütend sein und auch mal nicht so sehr auf den Äußeres achten und weißt dennoch, dass du geliebt und verstanden wirst und nicht allein bist. Das gilt natürlich ebenso für deine:n Partner:in.

Der Wille, einander mit Fehlern und Schwächen zu akzeptieren

Kein Mensch ist perfekt, auch du und dein:e Partner:in nicht. Bloß gibt es eben Fehler und Schwächen bei der:dem Lebensgefährin:gefährten, mit denen du umgehen kannst und solche, die einfach ein No-Go sind. Wenn dein:e Partner:in lauter Eigenschaften hat, mit denen du überhaupt nicht zurechtkommst, dann passt ihr wohl nicht zusammen und es wird auch nicht lange dauern, bis im gemeinsamen Leben die Liebe flöten geht.

Aber wenn ihr wirklich füreinander bestimmt seid, wenn die für euch gegenseitig entscheidenden Persönlichkeitsmerkmale passen, dann fallen die übrigen Fehler und Schwächen nicht mehr arg ins Gewicht. Du wirst dann den Willen entwickeln, deine:n Partner:in mit all seinen:ihren Fehlern zu lieben und umgekehrt.

Berit Brockhausen

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Selbst glückliche Paare haben mal Krach. Sie beherrschen aber die Kunst der Auseinandersetzung besser, oder können, kurz gesagt, schöner streiten. Wie das gehen kann, zeigt die erfahrene Paarberaterin Berit Brockhausen in diesem Buch praktisch und mit viel Humor. Dabei erfährt man, wie man den Ursachen für Streit auf die Spur und miteinander ins Gespräch kommt, wie es gelingt, den anderen zu verstehen und sich selbst verständlich zu machen, wie jeder erfolgreich Konflikte lösen kann und die Beziehung trotzdem rund läuft.

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