Schluss machen: 10 Tipps, eine Beziehung respektvoll zu beenden

Beziehung ohne Drama

Trennungen sind nie schön. Und wenn du eine Beziehung beendest, musst du davon ausgehen, dass du damit das Herz deines:deiner Partners:Partnerin brichst. Aber du kannst den emotionalen Schaden begrenzen und den Grundstein legen für einen friedlichen Umgang nach der Trennung, wenn du die Beziehung respekt- und würdevoll beendest. Bei uns bekommst du dafür 10 prägnante Tipps. Außerdem empfehlen wir dir das Buch „Trennung in Liebe. Damit Freundschaft bleibt“ von Mathias Voelchert.  Ist es nicht eine schöne Vorstellung, zu dem Menschen, den du geliebt hast, nach dem Schluss machen eine harmonische Freundschaft zu pflegen? Das kann vor allem dann Gold wert sein, wenn ihr gemeinsame Kinder habt.

  1. Schluss machen im persönlichen Gespräch
    Du musst den Mut haben, das persönliche Gespräch zu suchen und dem:der Verlassenen in die Augen zu blicken. Ihr wart zusammen, habt schöne Moment und viel Intimität miteinander geteilt – du bist es ihm:ihr schuldig, dir für die Trennung persönlich Zeit zu nehmen, dich mit ihm:ihr zu treffen. Du musst seine:ihre Fragen beantworten, wenn er:sie welche stellen möchte, und solltest dich nicht davor drücken die Traurigkeit, die du auslöst, direkt mit eigenen Augen zur Kenntnis zu nehmen. Telefon, Whatsapp, Facebook, Brief – nichts ersetzt das persönliche Trennungsgespräch. In Ausnahmefällen ist es ok, per Telefon Schluss zu machen, zum Beispiel, wenn ihr eine Fernbeziehung hattet und wenig Möglichkeiten für ein persönliches Treffen bestehen.
  2. Vorher überlegen, was du sagst
    Dir gehen sicherlich sehr viele Dinge durch den Kopf und es gibt viel, was du deinem:deiner Partner:in im Zuge des Trennungsgesprächs sagen möchtest. Es wird eine emotionale und anstrengende Situation werden, deshalb empfehlen wir dir, dass du dir vorher überlegst oder noch besser notierst, was du sagen möchtest. Sonst ärgerst du dich später, nach dem Gespräch, dass du doch etwas Wichtiges vergessen hast, aber der passende Moment ist dann einfach schon vorbei.
  3. Das richtige Timing wählen
    Wenn sich die Trennung schon seit einer Weile abzeichnet, aber es keinen triftigen Grund gibt, ausgerechnet jetzt Schluss zu machen, dann solltest du fair sein und das richtige Timing abwarten. Ist dein:e Partner:in gerade in der Prüfungsphase, hat bald einen fordernden Jobwechsel, seine:ihre Mutter ist krank oder er:sie hat irgendein anderes, akutes und belastendes Problem, solltest du ihm:ihr beistehen und die Trennung verschieben, bis seine:ihre Lebenssituation sich wieder stabilisiert hat.
  4. Keine Vorwürfe machen
    Dass du dich von ihm:ihr trennst, wird deinem:deiner Partner:in wehtun und wer verlassen wird, fühlt sich meist auch gedemütigt, allein deshalb, weil er:sie nicht mehr gewollt ist. Mache es ihm:ihr nicht noch schwerer, indem du ihn:sie mit Vorwürfen überhäufst. Natürlich musst du über die Trennungsgründe sprechen, aber formuliere es freundlich und versuche ihm:ihr klarzumachen, dass die Beziehung trotzdem ihre schönen Seiten hatte.
  5. Die Trennungsgründe erklären
    Vielleicht fällt dein:e Partner:in aus allen Wolken, weil er:sie nicht mit der Trennung gerechnet hätte. Aber auch wenn er:sie es hat kommen sehen: Er:Sie hat es verdient zu erfahren, weshalb du die Beziehung beendest. Nur so kann er:sie die Trennung ordentlich verarbeiten und vielleicht auch etwas lernen für die nächste Beziehung.
  6. Die Trennung ernst nehmen
    Vielleicht war dir diese Beziehung nicht so wichtig. Dennoch hast du dich auf sie eingelassen, und gerade wenn du weißt, dass dein:e Partner:in dich sehr liebt, musst du ihn:sie unbedingt ernst nehmen und ihm:ihr deinen Respekt erweisen, indem du persönlich vorbei kommst und ihm:ihr erklärst, dass und warum du nicht mehr mit ihm:ihr zusammen sein möchtest.
  7. Keine Hoffnungen schüren
    Für dich steht die Trennung fest und du siehst keine Chance, dass ihr es doch noch einmal miteinander versucht? Dann musst du das genauso kommunizieren. Vermeide Aussagen á la „Im Moment ist es besser…“, „vielleicht sieht es später anders aus…“ etc. – es sei denn, du meinst es auch tatsächlich so. Im ersten Moment fühlt es sich für dich vielleicht besser an, ihn:sie nicht vollkommen hoffnungslos zurückzulassen. Aber wenn es falsche Hoffnungen sind, die er:sie sich durch deine Aussagen macht, dann helfen sie ihm:ihr nicht weiter. Im Gegenteil, dann wird der ganze Trennungsprozess vielleicht noch schmerzhafter.
  8. Dich kurzfassen
    Mache das Gespräch kurz. Sag, was dir auf dem Herzen liegt, lasse ihn:sie zu Wort kommen und dann beende das Treffen. Diskussionen bringen euch nicht weiter, wenn deine Entscheidung feststeht. Und sie könnten einen Streit auslösen.
  9. Nach dem Schluss machen auf Distanz gehen
    Mit deinem:deiner weinenden Ex-Partner:in musst du natürlich empathisch umgehen. Ihn:Sie demütigen und dann mit seinem:ihrem Kummer alleine lassen, ist überhaupt nicht in Ordnung. Dennoch bist du jetzt der:die Ex-Partner:in und musst die nötige Distanz aufbauen. Entschuldige dich für den Kummer, den du mit der Trennung ausgelöst hast, wünsche ihm:ihr alles Gute, beweise einfach, dass du Respekt hast vor ihm:ihr als Mensch und seinen:ihren Gefühlen. Aber dann solltest du dich zurückziehen und ihn:sie verarbeiten lassen. Ruf nicht an oder komm ständig vorbei, um zu schauen, wie es ihm:ihr geht. Am besten und schnellsten kommen die meisten Menschen über eine Trennung hinweg, wenn eine gesunde Distanz zwischen den Getrennten herrscht.
  10. Du bist neu verliebt – sagen oder nicht?
    Wenn du dich neu verliebt hast, musst du genau überlegen, ob du deinem:deiner bisherigen Partner:in davon erzählen möchtest oder nicht. Wir sehen das so: Wenn die neue Liebe der Grund für die Trennung ist, die Beziehung aber eigentlich schön und intakt war, solltest du aufrichtig sein und das nicht verheimlichen. Dein:e alte:r Partner:in wird ansonsten immer unter der Frage leiden, was er:sie falsch gemacht hat. Kriselt die Beziehung ohnehin und du hast schon lange darüber nachgedacht, Schluss zu machen, und zusätzlich ist jetzt eine Person in den Leben getreten, in welche du dich neu verliebt hast, kannst du diese neue Liebe auch verheimlichen. Schließlich war die Beziehung anscheinend auch vorher schon zum Scheitern verurteilt.

Mathias Voelchert

Trennung in Liebe ... damit Freundschaft bleibt

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Trennung ist nicht gleichbedeutend mit Scheitern. Eine Partnerschaft zu beenden, kann auch eine Chance für einen neuen Anfang sein. Die Frage lautet daher nicht: Wer hat Schuld? Sondern: Wie können wir uns so trennen, dass sich niemand als Verlierer fühlt? Dass Kinder nicht ihre Eltern verlieren oder zwischen die Fronten geraten? Der erfahrene Paarberater Mathias Voelchert gibt in diesem Buch eine Fülle von Tipps und Anregungen an die Hand, um diesen Prozess positiv und erfolgreich zu gestalten. Dafür braucht es vor allem Ehrlichkeit, gegenseitige Achtung und Wertschätzung des gemeinsam Erlebten. Dann kann aus Liebe Freundschaft werden.

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